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14/2016, HOCHSCHULE u. MINISTERIUM Österreich: Gesundheitsfördernde Wirkung von Gärten Drucken

GRÜNE TEXTE  -  Die NEUEN NATURTHERAPIEN  -  Internetzeitschrift für Garten-, Landschafts-,
Waldtherapie, tiergestützte Therapie, Green Care, Ökologische Gesundheit, Ökopsychosomatik


Ausgabe 14/2016

Gesundheitsfördernde Wirkung von Gärten

Herausgegeben von:
HOCHSCHULE  FÜR Agrar- und Umweltpädagogik
(Zentrum für Weiterbildung und Drittmittelprojekte/Eigene Rechtspersönlichkeit)

Projektleitung: Dorit Haubenhofer

und
MINISTERIUM  FÜR EIN LEBENSWERTES ÖSTERREICH



Zusammenfassung: Gesundheitsfördernde Wirkung von Gärten

Hintergrund

Das Gärtnern und Aktivitäten in Gärten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Dies gilt sowohl für die individuelle Ebene, der Ebene der Gesellschaft und die praktische Umsetzung in Pädagogik, Prävention und Therapie. Die Orte, an denen Gartenarbeit stattfindet, sind sehr vielfältig. Gegärtnert wird sowohl in privaten Gärten, in Schulgärten, in Gemeinschaftsgärten und heilsamen bzw. therapeutischen Gärten, um die in  Österreich am häufigsten vertretenen zu nennen.

Ziel
Ziel der Studie war es einen Überblick über die Wirkung unterschiedlicher Gartentypen auf Wohlbefinden und Gesundheit zu erhalten.

Methode
Eine umfassende Suche in elektronischen Daten-banken erfasste wissenschaftliche Arbeiten mit Peer Review im Zeitraum zwischen 1980 und November 2015. Die Suche erhob sowohl förderliche als auch abträgliche Effekte von Gärten und dem Gärtnern auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzenden.

Ergebnisse und Diskussion
Die Ergebnisse zeigten wohltuende Wirkungen von Gärten und Gartenarbeit auf die körperliche, geistige und soziale Gesundheit sowie pädagogische Aspekte für die verschiedenen Gartentypen. Themen im physischen Bereich waren mehr körperliche Aktivität, bessere motorische Fähigkeiten und ein gesünderes Ernährungsverhalten. Bezüglich mentaler Gesundheit wurden Stressreduktion, verbesserte Stimmung, bessere kognitive Funktion und ein Gefühl der Leistung sowie die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Identität im Garten beschrieben. Leistungen für die soziale Gesundheit und im Bereich der Pädagogik waren das Teilen von Wissen und Produkten, besseres Lernen, verbesserte soziale Einbindung und erhöhtes gesellschaftliches Engagement. Die Studien berichten hauptsächlich über günstige Wirkungen, Forschung zu negativen Wirkungen ist kaum zu finden. Diese positiven Ergebnisse ermutigen zur Anwendung von garten-basierten-Interventionen im Bereich von Green Care.
Die Studien nennen aber auch zahlreiche Einschränkungen. Vor allem lassen sie aufgrund von Mängeln im Forschungsdesign nur vorsichtige Interpretationen zu, Verallgemeinerungen sind meist nicht zulässig.
Darüber hinaus trennen sie kaum zwischen den  Effekten der Gärten und den Effekten der Tätigkeit im Garten.

Empfehlungen
Die gefundenen Ergebnisse unterstützen die praktische Anwendung von Garten-Interventionen für den verschiedenen Gartentypen. Allerdings sollten diese Interventionen sorgfältig geplant und mit geeigneten Methoden ausgewertet werden. Des Weiteren sollte die zukünftige Forschung theoriebasiert erfolgen und ein entsprechendes Studiendesign aufweisen. Dies scheint wichtig für beide Stränge der Forschung, jene über die Auswirkungen von Gärten sowie die Auswirkungen von Gartenarbeit auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Nutzenden. Österreich weist derzeit noch große Forschungslücken auf, welche es im Rahmen der Weiterentwicklung von Green Care zu schließen gilt.


Summary

Background

Gardening and garden related activities gain ground in learning and health promotion. This holds for the individual level, the societal level and the practical implementation in education, prevention and therapy. The places where gardening occurs are quite diverse. Gardening takes place in allotment and private gardens, in school gardens, in community gardens, and in healing gardens, to name the most prominent types in Austria.

Aim
The study was aimed to provide information about the effects of different garden types on health and well-being.

Method
Using electronic databases a comprehensive search of peer reviewed papers published between 1980 and November 2015 was conducted. The search conside-red beneficial as well as adverse effects of gardens and gardening on health and well-being of users.

Results and Discussion
Findings revealed beneficial effects of gardens and gardening on the physical, mental, social and educa-tional aspects of health for the different garden-types under investigation. Main topics for physical profits were higher levels of physical activity, better motor kills, and healthier nutrition behaviour. Reported mental benefits were reduced mental stress, impro-ved mood, better cognitive functioning, experienced achievement, and development and maintenance of identity in the garden. Social benefits were sharing knowledge and produce, better learning, feelings of social cohesion, and community involvement. The papers mainly report on beneficial effects, research on adverse effects is scarce. These positive findings encourage application of garden-based-interventions in Green Care.
However, numerous reviews advise to handle findings and generalizations with care due to flaws in their research design and their limited methodology. Addi-tionally, they do not discriminate between the effects of the gardens, and the effects of the activity in the garden.

Recommendations
The given body of knowledge encourages practical applications of garden-related interventions in the va-rious settings. However, these interventions should be planned with care and evaluated using established methods. Further, future research should rely on the-ory and apply appropriate study designs. This seems important for both strands of research, the one on the effects of gardens as well as gardening on health and well-being. Currently, Austria still shows large acade-mic voids, which need to be closed using Green Care research in the years to come.

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  Dienstag, 28. März 2017
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