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Bloem J., Moget P.C.M., Petzold H.G.(2004): Budo, Aggressionsreduktion und psychosoziale… Drucken
… Effekte: Faktum oder Fiktion? - Forschungsergebnisse - psychologische und neurobiologische Konzepte - Modelle

 

Zusammenfassung: Budo, Aggressionsreduktion und psychosoziale Effekte: Faktum oder Fiktion? - Forschungsergebnisse - psychologische und neurobiologische Konzepte - Modelle
Dieser Artikel entstand im Zusammenhang mit einem anderen Artikel der Autoren (Petzold, Bloem, Moget et al., dieser Band). Die Auffassungen zu den psychosozialen Effekten von Kampfkunst lassen sich durchgängig in zwei Positionen zusammenfassen. Zum einen wird behauptet, dass die Anwendung von Kampfkünsten positive psychosoziale Veränderungen bewirke und die Entwicklung eines guten moralischen und ethischen Verhaltens fördern könne. Dem gegenüber steht die Meinung, dass die Ausübung von Kampfkünsten absolut keinen psychosozialen Gewinn liefere und Gewalt und Aggression sogar unterstütze. In der “Kampfkunstliteratur” sind zahlreiche implizite Annahmen rund um den psychosozialen Effekt von Budo zu finden. Hierauf basieren manche präventive und/oder kurative Programme. Wenn wir hier behaupten, dass die spezifische, die persönliche Kontrolle fördernde Ausübung von Kampfkünsten unter anderem dazu führt, dass Aggression und Gewalt abgebaut werden, ist es wichtig zu wissen, ob diese Vermutungen belegt werden können. In diesem Artikel wurden Implikationen analysiert und durch eine Analyse wissenschaftlicher Studien festgestellt, welche Effekte wissenschaftlich untermauert werden können. Ausgehend von diesen Erkenntnissen und trotz gewisser Kritik, können wir mit einiger Vorsicht behaupten, dass die Ausübung der „traditionellen“ Kampfkunst (vor allem traditionelles Karate) mit ihren ritualisierten, emotionskontrollierenden und wertevermittelnden Arbeitsformen positive psychosoziale Veränderungen für diejenigen liefern, die diese Sport- und Bewegungsformen praktizieren. Neurobiologische Perspektiven zur Aggression und zu aggressiven Verhalten sind allerdings beizuziehen, um diese Wirkungen zu erklären, um die Art des Vorgehens beim Training zu fundieren und um für spezifische Patientengruppen zu richtigen Indikationen zu finden.

Schlüsselwörter: Budo, Kampfsport, Forschungsergebnis, Psychotherapie, Neurobiologie der Aggression


Summary: Budo, reduction of aggression and psychosocial effects: facts or fiction? – Research   psychological und neurobiological concepts – models
The article presents an overview over empirical research concerning the therapeutic resp. educational use of budo, particularly the Japanese form of traditional karate. Moreover the main training approches are delineated. This review shows, that budo has positve effects on psychosocial health and is contributing to selfregulation. In its traditional forms, focussed on selfcontrol, emotional selfregulation and internal values it is reducing aggression and violence. Neurobiological concepts however have to be used, to provide a well grounded practice of training that is using approaches specifically indicated for  special groups of patients.

Keywords: Budo, martial arts, outcome research, psychotherapy, neurobiology of aggression


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  Samstag, 24. Juni 2017
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