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Petzold H.G. (1996k): Der „Andere“ - das Fremde und das Selbst. Tentative, grundsätzliche und.… Drucken
… persönliche Überlegungen für die Psychotherapie anlässlich des Todes von Emmanuel Lévinas (1906-1995)

 

 

Zusammenfassung: Der „Andere“ – der Fremde und das Selbst. Tentative, grundsätzliche und persönliche Überlegungen für die Psychotherapie anlässlich des Todes von Emmanuel Lévinas (1906-1995)
Vor dem Hintergrund der radikalen  Philosophie des "Anderen" und der Ethik des Zwischenmenschlichen von E. Levinas wird die These aufgestellt: Keine der großen Psychotherapieschulen hat das Problem der zwischenmenschlichen Beziehung als therapeutischer Beziehung auch nur annähernd gelöst. Das Übertragungs-/Gegenübertragungsmodell der Psychoanalyse und mehr noch das Kontaktmodell der Gestalttherapie sind mit Blick auf Levinas "simplizistische" Konzepte. Der Tod dieses bedeutendsten Beziehungsphilosophen wird zum Anlass genommen, Grundgedanken von Levinas aufzuzeigen, Überlegungen für den therapeutischen Kontext anzustellen und neben das für die Integrative Therapie so wesentliche Moment der grundsätzlichen Verbundenheit mit dem Anderen (G. Marcels Koexistenzprinzip) das Faktum seiner letztlichen, uneinholbaren Andersheit (Alteritätsprinzip) und Fremdheit zu stellen (Differenzprinzip),das fundamental anerkannt und respektiert werden muss, um "wechselseitige Integrität" zu sichern. Das ist eine Grundposition der „klinischen Philosophie“ der Integrativen Therapie.

Schlüsselwörter: Klinische Philosophie, Intersubjektivität, Therapeutische Beziehung, Alterität, Integrative Therapie


Summary: The "Other"- the stranger and the self. Considerations concerning psychotherapy on the occasion of the death of Emmanuel Levinas (1906-1995)
On the ground of E. Levinas' radical philosophy of the "Other" and his interpersonal ethics the statement is made: The traditional schools of psychotherapy have not solved the problem of interpersonal relations or even approached a solution. The transference/counter transference-model of psychoanalysis and even more so the contact-model of Gestalt therapy are with respect to Levinas very “simplicistic” concepts. The death of this philosopher who can be considered as the greatest thinker concerning the theme of relatedness is taken as an occasion to delineate some of the basic ideas of Levinas, to develop concepts for the therapeutic context and to place beside the coexistence-principle of G. Marcel, so important for Integrative Therapy, the fact of the ultimate otherness (alterity-principle) and Strangeness of the Other (difference-principle) which has to be fundamentally acknowledged and respected in order to assure "mutual integrity". This is a basic position of Integrative Therapie’s clinical philosophy.

Keywords: Clinical Philosophy, Intersubjectivity, Therapeutic Alliance, Alterity, Integrative Therapy.

 

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  Mittwoch, 22. Februar 2017
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