17/2011, Kreidner-Salahshour K.: „Medizin für die Hosentasche“ – ... psychisch kranken Straftätern

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“

 

Ausgabe 17/2011

„Medizin für die Hosentasche“ – Emotionale Umstimmung über Gesten und Mudras in der Integrativen Bewegungs- und Leibtherapie mit konfliktscheuen psychisch kranken Straftätern

Klara Kreidner-Salahshour, Ascheberg

 

Zusammenfassung: „Medizin für die Hosentasche“ – Emotionale Umstimmung über Gesten und Mudras in der Integrativen Bewegungs- und Leibtherapie mit konfliktscheuen psychisch kranken Straftätern

In dem Beitrag werden Überlegungen ausgeführt, wie die Neuroplastizität des Gehirns als biologische Grundlage und die Bedeutung der sozialökologischen Bedingungen für die Entwicklung und Sozialisation des Menschen, die das Konzept „Leib – embodied and embedded“ des Integrativen Ansatzes ausmachen,  für die Arbeit an der Rückfallprophylaxe mit konfliktscheuen psychisch kranken Straftätern im Integrierten Maßregelvollzug in der Allgemeinpsychiatrie mit den Diagnosen F60, F61 nach ICD-10 genutzt werden können.Unter der Voraussetzung, dass eine volitive Haltung, sich verändern zu wollen,  bereits vorhanden ist, werden vor dem  theoretischen Hintergrund der Integrativen Bewegungs- und Leibtherapie detaillierte methodische Überlegungen zu einer Möglichkeit der emotionalen Umstimmung über Gesten und Mudras von dominanten Gefühlen der Scham und Minderwertigkeit hin zur Entwicklung von Selbstakzeptanz und einer Steigerung des Selbstwertgefühls als Voraussetzung für Assertivität entwickelt.

Schlüsselwörter: Integrative Bewegungs- und Leibtherapie; Maßregelvollzug; emotionale Umstimmung; Gesten; Mudras


Summary: „Medicin for the pocket“ - Emotional retuning through gestures and mudras in the Integrative movement –and-body-therapy with conflict avoiding offenders

The article takes into consideration how the brain plasticity as the biological basis and the relevance of the socio-ecological conditions for the development and socialisation of the individual, which constitute the concept “Leib – embodied and embedded”, can be utilised in the relapse prophylaxis concerning conflict avoiding mentally ill offenders with the diagnosis F60, F61 under ICD-10 in the forensic psychiatry of a general psychiatric hospital. Under the prerequisite that a volitional attitude  to change exists,  the Integrative movement-and-body-therapy is the background for detailed methods of how to achieve an emotional retuning through gestures and mudras from the dominant feelings of shame and inferiority to the development of self-acceptance and an increase of self-confidence which is necessary for assertiveness.

Keywords: Integrative movement-and-body-therapy; forensic psychiatrie; emotional retuning; gestures; mudras

 

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