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04/2014, Petzold H.G.(1996j): Identitätsvernichtung, Identitätsarbeit, "Kulturarbeit" - … Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für bio-psychosoziale Gesundheit Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“


Ausgabe 04/2014

Identitätsvernichtung, Identitätsarbeit, "Kulturarbeit" - Werkstattbericht mit persönlichen und  prinzipiellen Überlegungen aus Anlass der Tagebücher  von Victor Klemperer, dem hundertsten Geburtstag von Wilhelm Reich und anderer  Anstöße


Hilarion G. Petzold



Zusammenfassung: Identitätsvernichtung, Identitätsarbeit, "Kulturarbeit" Werkstattbericht mit persönlichen und prinzipiellen Überlegungen aus Anlass der Tagebücher von Victor Klemperer, dem hundertsten Geburtstag von Wilhelm Reich und anderer Anstöße
Angestoßen von den Tagebüchern Goebbels und Klemperers und den späten Selbst-zeugnissen von Wilhelm Reich stelle ich als Beitrag zu therapeutischer Kulturarbeit vor meinem persönlichen Lebenshintergrund und dem Theoriehintergrund der "lntegrativen Therapie" rhizomafische Überlegungen (Deleuze) an zur Konstituierung negativer Identität, Stigmatisierung, ja Identitätsbedrohung und -Vernichtung durch entmenschlichende Attributionen und durch den "Rückzug vom Anderen", dem damit sein Verschiedensein (Levinas) und seine Existenzberechtigung abgesprochen wird. Identitätsverweigerung ist eine Form sozialer Tötung, deren physische Konsequenz nur eine Frage der Zeit ist. Vorbereitet wird sie, wie an der "Sprache des Dritten Reiches" (Klemperer) ersichtlich, durch sprachliche Gewalt, die den Anderen zur Unperson macht. Es werden diese Mechanismen totalitärer Staaten, aber auch Mechanismen der Gewalt sozialer Mikrosysteme in ihrer Relevanz für die Praxis therapeutischer Konzeptualisierungen und therapeutischen Handelns verdeutlicht und das Defizit der Psychotherapie aufgezeigt, was die Reflexion und emotionale Bearbeitung derartiger Prozesse anbelangt, die auch für den Umgang der Psychotherapeuten mit Dissidenten (z.B. Reich) in der eigenen Community nicht unüblich sind.

Schlüsselwörter: Verbale Gewalt, Identitätsbedrohung, Stigmatisierung, Totalitäre Systeme, Integrative Therapie


Summary: Destroying Identities , Identity Work, "Cultural Initiatives" - Reports from my Workshop, personal and basic thoughts on the occasion of Victor Klemperer's diaries, the 100th birthday of Wilhelm Reich and some other impulses

Inspired by the edition of the diaries of Klemperer and Goebbels and the late autobio¬graphical testimonies of Wilhelm Reich I rhizomatically (Deleuze) reflect as a contribution to therapeutic cultural work on the background of my personal life experience, grounded in the theory of “Integrative Therapy" the constitution of negative identity, stigmatization, threat and even anihilation of identiy by dehumanizing attributions and with drawing from the Other, whose right to be different (Levinas) and to exist is taken away from him. Identity denial is a form of social murder. Its physical consequence is a matter of time. It is prepared, as can be seen in the "Language of Third Reich" (Klemperer), by verbal violence which turns the Other into a non-person. These mechanisms of totalitarian regimes but also mechanisms of violence in social microsystems are analyzed in their relevance for therapeutic conceptualization and practice. The deficit of psychotherapy concerning the reflection and emotional working through of these processes is pointed out and it is also shown that in the psychotherapeutic community these phenomena can be found in relation to dissidents (e.g. Reich).

Keywords: verbal violence, identity menace, stigmatization, totalitarian systems, Integrative Therapy


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2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

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Redaktion:
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