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10/2016, Lins Diana: Laufen - Balsam für die Psyche? Lauftherapie als heilsamer Faktor in der … Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“


Ausgabe 10/2016

Laufen - Balsam für die Psyche?
Lauftherapie als heilsamer Faktor in der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen


Diana Lins


Zusammenfassung: Laufen - Balsam für die Psyche? Lauftherapie als heilsamer Faktor in der Behandlung von psychisch erkrankten Menschen
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit von Laufen als therapeutisches Mittel in der Beratung und Behandlung psychischer Erkrankungen. Es wird der Frage nachgegangen, ob Laufen als therapeutische Behandlungsmethode ein heilsamer Faktor zur Behandlung, insbesondere von Depressionen, darstellt.  Ausgangspunkt bildete der Gedanke, inwieweit positive bzw. antidepressive Effekte durch aeroben Ausdauersport in der Therapie von Depressionen genutzt werden können. Therapeutisches Laufen wird in diesem Kontext auf dem Hintergrund einer biopsychosozialen Perspektive von Gesundheit skizziert und auf dessen Wirksamkeit untersucht. Hierzu wird die aktuelle Fachliteratur ausgewertet, sowie verschiedene Wirksamkeitsstudien im Hinblick auf die Effektivität von Laufen in der Therapie von Depressionen analysiert. Ziel ist zudem die Überprüfung verschiedener lauftherapeutischer Konzepte hinsichtlich der Anwendbarkeit und praktischen Umsetzbarkeit in der Sozialen Arbeit.
Die Literaturanalyse zeigt, dass mit einer hohen Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass therapeutisches Laufen positive Effekte erzielt und somit ein „heilsamer“ Faktor in der Behandlung von Depressionen darstellt. Bisher existieren allerdings noch keine einheitlichen Empfehlungen hinsichtlich der Anwendungsform, Dauer und Häufigkeit von Bewegungsaktivität. Mit der integrativen Ausdauertherapie und dem Paderborner Lauftherapiemodell bestehen jedoch zwei lauftherapeutische Konzepte, die sich als effektive Behandlungsmethoden auch im Kontext einer gesundheitsfördernden klinischen Sozialarbeit realisieren lassen. Lauftherapie kann jedoch nicht als alleinige Maßnahme in der Therapie von Depressionen verstanden werden, sondern sollte in ein Netz aus verschiedenen Maßnahmen (z.B. antidepressive Medikation) integriert sein. Auf Grund mangelnder Studien mit hohen methodischen Standards findet sich bisher aber noch keine vollständige wissenschaftliche Anerkennung von sport- und bewegungstherapeutischen Konzepten als evidenzbasierte Behandlungsmaßnahme.

Schlüsselwörter: Lauftherapie, Depression, Integrative Ausdauertherapie, biopsychosoziale Gesundheit, klinische Sozialarbeit


Summary: Running – Balm for the psyche? Running therapy as a salutary factor in treatment of mental illness
The present paper deals with the effectivness of running as a therapeutic medium in counselling and treatment of mental illness. In addition it will be asked what meaning is given to therapeutic running as a salutary factor especially in the treatment of depression. The starting point is based on the idea of how far positive and anti-depressive effects of aerobic forms of sportive activities will be realized in depression treatment. In this context the effectiveness of therapeutic running is analysed from a biopsychosocial point of view. To this purpose the current specialist literature is evaluated and several efficacy studies are used with regard to the effectiveness of running in depression treatment. The objective is to review various therapeutic running concepts in respect to the applicability and practical feasibility in social work.
The analysis of appropriate literature indicates that with a high degree of probability  therapeutic running as a salutary factor achieves positive effects in the treatment of depression. So far however there are no uniform standards in the context of application, duration and frequency of physical activity. With the integrated movement therapy and “Paderborner Lauftherapiemodell”, two therapeutic concepts exist which can be implemented as effective methods of treatment according to health-promoting clinical social work. Clearly, running therapy cannot be perceived as the sole measure in depression therapy. It has to be integrated into a network of different activities (e.g. the use of antidepressants). Due to lack of studies with high methodological standards there is as yet no complete scientific recognition of sports und movement therapy as evidence-based treatment.

Keywords:  running therapy, depression, integrated movement therapy, biopsychosocial model, clinical social work



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2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

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