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11/2008, Götzke Ingelore: Begegnungen an Grenzen Drucken

 

Ausgabe 11/2008
Begegnungen an Grenzen
Darstellung einzelner Konzepte der kunsttherapeutischen Weiterbildung am FPI übertragen auf die Erziehungs- und Beratungsarbeit als Lehrerin an der Hauptschule – eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit meiner eigenen Entwicklung als Lehrerin

Ingelore Götzke*, Herford**

 

Zusammenfassung:

Konzepte aus der Weiterbildung in klinischer Kunsttherapie werden in den Arbeitsalltag als Lehrerin in der Hauptschule übertragen. Die Persönlichkeit der Lehrerin wird dabei als Medium gesehen, das die Ko-respondenz im Grenzbereich zwischen Pädagogik und Therapie in der Schule gestaltet. Beispielhaft dafür werden Umgangsweisen mit krisenhaften Grenzsituationen in der Schule geschildert. Im Zentrum der Darstellung wird der Entwicklungsverlauf eines Schülers mit anfänglich schlechten Zukunftsprognosen beschrieben. Unter der Voraussetzung, dass Ko-Kreativität eine anthropologische Grundkonstante ist, wird ihre grundlegende Bedeutung in der Arbeit an und in den Beziehungen mit den marginalisierten SchülerInnen der Hauptschule aufgezeigt. Im Zusammenhang damit wird auf die Arbeiten des Künstlerpaares Ilja und Emilia Kabakov aus der ehemaligen UdSSR verwiesen. Die beschriebenen Werke thematisieren die „feinen“, die intuitiven Energien, die das kreative Moment an den Grenzen menschlicher Existenz aufschimmern lassen und Hoffnung wecken.

Schlüsselwörter: Persönlichkeitsentwicklung bei LehrerInnen und SchülerInnen, marginalisierte HauptschülerInnen, Ko-respondenzmodell (Petzold), persönlich bedeutsames Lernen (Jörg Bürmann); Ko-Kreativität als anthropologische Grundkomponente (Petzold)


Summary:

Concepts from further education in clinical art therapy are transferred into the everyday working sphere of a teacher at a German Hauptschule (secondary modern school). The teachers personality is regarded as a medium which forms the co-respondence at the border between pedagogics and therapy at school. To illustrate this, ways of dealing with critical situations in school are described. The focus of this contribution is the development of a single pupil whose prognosis for the future was initially not good. If we presume that co-creativity is a basic anthropological constant, then its fundamental significance is revealed in work with and in relation to the marginalized pupils of the Hauptschule. In this context, the works of the artistic couple Ilja and Emilia Kabakov from the former Soviet Union are described. They deal with the “subtle” intuitive energies which bring to light the creative impulse at the edge of human experience and give rise to hope.

Keywords: personality development of teachers and pupils, marginalized pupils of the German Hauptschule, co-respondence model (Petzold), personal significant learning (Jörg Bürmann),
co-creativity as an anthropological constant

 

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Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
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Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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