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13/2015, Petzold H.G.(1994c): Metapraxis: Die „Ursachen hinter den Ursachen" oder das „doppelte… Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“



Ausgabe 13/2015

Metapraxis: Die „Ursachen hinter den Ursachen" oder das „doppelte Warum"


Skizzen zum Konzept „multipler Entfremdung" und einer „anthropologischen Krankheitslehre" gegen eine individualisierende Psychotherapie*

Hilarion G. Petzold

 

Zusammenfassung: Metapraxis: Die ,,Ursachen hinter den Ursachen“ oder das ,,doppelte Warum“. Skizzen zum Konzept "multipler Entfremdung" und einer ,,anthropologischen Krankheitslehre" gegen eine individualisierende Psychotherapie
Der Text stellt die politische Dimension der Integrativen Therapie und ihre Qualität als „Kulturarbeit“* gegen Entfremdung und Verdinglichung. Gemäß der anthropologischen Krankheitslehre der IT von der „multiplen Entfremdung“, die die klinische Krankheitslehre der IT der „multiplen pathogenen Stimulierung“ bei Fehlen protektiver Faktoren unterfängt, müssen die „Ursachen hinter den Ursachen“ mit der Frage eines „Doppelten Warum?“ betrachtet werden, um solche Ursachen zu beseitigen – z. B. stehen hinter vielen Depressionen Armut und Elend. Und auch die „Folgen nach den Folgen“ müssen betrachtet werden mit Fragen nach einem „Doppelten Was dann?“ (z. B. nach unserem ökologischen Raubbau**). Was bewirkt die intellektuelle Vernachlässigung von Kindern durch ihre Eltern für eine mögliche künftige Blindheit für politische Demagogie oder für das Risiko einer Krankheits- und Devianzgefährdung, auf das die Longitudinalforschung hinweist? Therapien als Inseln – hoffentlich – unentfremdeter Menschlichkeit können, wenn
Sie diese Themen aufgreifen, auch zur Humanisierung gesellschaftlicher Verhältnisse beitragen. In diesem Sinne versteht sich Integrative Therapie als eine Metapraxis, als eine „Humantherapie“, die zu mehr Humanität zwischen Menschen beitragen will.

Schlüsselwörter: Integrative Therapie, anthropologische Krankheitslehre, Therapie & Politik, Ursachen hinter Ursachen, Humanität.

 

Metapractice: The „causes behind the causes“. Sketches concerning the concept of "multiple alienation" and an ,,anthropological theory of illness" confronting an individualizing psychotherapy
This text presents the political dimension of Integrative Therapy and its quality of cultural investment against reification and alienation. According to the „anthropological theory of illness“ of IT, which is underpinning the clinical theory of illness of IT, centering in „multiple pathogenetic stimulation“ while protective factors are missing, the question for „causes behind causes” has to be asked with a “double Why?”, to find out how to abolish these causes. E.g. behind many depressive disorders poverty and misery can be traced. And also the “consequences following consequences” have to considered with the question for a “double What’s next?” (e.g. what is following our ecological overexploitation?). What intellectual neglect of children by their parents may cause for their potential blindness concerning political demagogy or their risk of becoming ill or deviant, as longitudinal research is showing? Therapies as islands of – hopefully unalienated – human relatedness may, if they deal with these topics, contribute to the humanization of society. In this sense Integrative Therapy is seeing itself as a metapractice, as „human therapy“, which intends to foster more humanitarianism among people.

Keywords: Integrative Therapy, anthropological theory of illness, causes behind causes, therapy & politics, humanitarianism.

____________________________
* Vgl. Petzold, H. G., Orth, I., Sieper, J. (2014a): „Mythen, Macht und Psychotherapie“. Therapie als Praxis kritischer Kulturarbeit. Bielefeld: Aisthesis
** Vgl. Petzold, H. G., Orth-Petzold, S., Orth, I. (2013): Freude am Lebendigen und weiser Umgang mit Natur. Die Frische, Kraft und Weisheit integrativer Garten- und Landschaftstherapie – Naturtherapeutische Gedanken, „Green Meditation“, „Therapeutic Guerilla Gardening“. POLYLOGE  20/2013. http://www.fpi-publikation.de/polyloge/alle-ausgaben/20-2013-petzold-h-orth-petzold-s-orth-i-2013a-freude-am-lebendigen-umgang-mit-natur.html



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Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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