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23/2008, Höllrigl Werner: „Parentifizierungsprozesse aus Sicht der Integrativen Therapie“ Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“

 

Ausgabe 23/2008

„Parentifizierungsprozesse aus Sicht der Integrativen Therapie“

Werner Höllrigl

 

Zusammenfassung: Parentifizierungsprozesse aus der Sicht der Integrativen Therapie

Die vorliegende Arbeit versucht eine Integrative Sicht auf Parentifizierungsprozesse zu entwickeln. Um ein besseres Verständnis für diese Thematik zu erhalten werden einige grundlegende Konzepte aus der Entwicklungspsychologie, der Klinischen Sozialpsychologie sowie der Evolutionären Psychologie näher beleuchtet.
Zentraler Ausgangspunkt sind die frühen Interaktionserfahrungen. Die Kenntnis dieser wesentlichen Entwicklungsschritte in der ‚Normalentwicklung’ sind notwendig, um ‚gestörte oder verzerrende’ Interaktionen verorten zu können.  
Um „die Familie“ mit all ihren Stilen des Denkens, Fühlens, Handelns und Wollens in den Blick zu nehmen, verwendet  die Integrative Therapie das Konzept der „komplexen sozialen Repräsentationen“.
Erkenntnisse aus der Evolutionären Psychologie können die Frage nach ‚den Motiven’ auf der Seite des Kindes erklären. Einen Ansatz dafür liefert das Prinzip der ‚strategischen Spezialisierung’ und der Suche nach einer ‚Nische mit Bedeutung’.

Schlüsselwörter: Parentifizierung, Eltern-Kind-Interaktion, Intersubjektivität, Affilialer Stress, Strategische Spezialisierung, Integrative Therapie



Summary:

This theses is an attempt to develop an integrative view on processes called `Parentifizierungsprozesse`. (`Parentifizierung´ is the German scientific term to describe the phenomenon  where in a reversal of social roles children partly take on the role of their parents and vice versa.)
In order to get a better understanding of the topic the reader is invited to take a closer look on basic concepts in the areas of developmental, clinical social and evolutionary psychology.
Early experiences in social interaction are regarded as pivotal and therefore used as a starting point. It is necessary to know about these essential stages of development in their unspoiled form in order to detect disordered or distorting interactions.
The Integrative Therapies uses the concept of the `complex social representation´ as a means of focusing on `family´ in all its patterns of thinking, feeling, acting and volition.
Findings of evolutionary psychology are able to explain the question of the motives on the part of the child. The principle of `strategic specialisation´ and the principle of the search for a `Nische mit Bedeutung´ (`a niche of meaning`) provide an approach to it.

 

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2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

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Redaktion:
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