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24/2016, Barzen A.: Herausforderungen nach der Flucht - Bewältigungsstrategien männlicher … Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“


Ausgabe 24/2016

Herausforderungen nach der Flucht 
Bewältigungsstrategien männlicher Flüchtlinge in Deutschland


Annika Barzen


Zusammenfassung: Herausforderungen nach der Flucht. Bewältigungsstrategien männlicher Flüchtlinge in Deutschland
Das Warten auf Asyl konfrontiert Flüchtlinge mit vielen praktischen und psychosozialen Herausforderungen. Die vorliegende Arbeit untersucht Bewältigungsstrategien, die männliche Flüchtlinge in Deutschland während dieser Zeit entwickeln.  Mit einem qualitativen methodischen Vorgehen, in Anlehnung an die Grounded Theory, liegt der Fokus auf dem subjektiven Nachvollzug der für die Befragten relevanten Strategien. Es wurden drei Leitfadeninterviews mit Flüchtlingen aus Afghanistan durchgeführt. Ein vierter Befragter aus dem Iran befindet sich seit 15 Jahren in der Duldung und bildet so einen Kontrastfall, der erste Anhaltspunkte für die Veränderung von Bewältigungsstrategien über einen längeren Zeitraum bietet. Der Handlungsspielraum eines Flüchtlings ist während des laufenden Asylverfahrens stark eingeschränkt. Die Bewältigung richtet sich daher nicht auf die direkte Lösung von Problemen, sondern auf den Umgang mit negativen Gefühlen, die durch die Situation nach der Flucht ausgelöst werden. Zu den gefundenen Strategien gehören: Zukunftsorientierung, aktiv sein, die Fokussierung auf Positives, soziale Kontakte pflegen/knüpfen, die Aufrechterhaltung eines positiven Selbstbildes, die Rechtfertigung der Situation, das Verdrängen von Problemen, Halt finden in der Religion sowie die Verteidigung gegen Diskriminierung. Die Ergebnisse liefern Ideen für die soziale Arbeit mit Flüchtlingen und diverse Anschlussmöglichkeiten für zukünftige Studien in der Flüchtlingsforschung. 

Schlüsselwörter: Bewältigungsstrategien, männliche Flüchtlinge, Grounded Theory, interkulturelle Interviewführung



Summary: Challenges after flight. Coping strategies of male refugees in Germany
While waiting for asylum approval refugees are confronted with practical as well as psychological challenges. This study deals with the examination of strategies of male refugees coping with this situation. A qualitative survey based on the Grounded Theory is used to comprehend the relevant strategies of the respondents. Interviews with three Afghan male refugees are analyzed. A fourth male refugee from Iran living in Germany for 15 years with a tolerance permit serves as a contrasting case that allows for the evaluation of changes in coping strategies developed after a long-term stay.  A refugee’s scope action is rather limited during the asylum procedure. Because of this, coping does not deal with the direct solution of problems but with the negative feelings caused by the situation after flight. The following strategies were found: orientation toward the future, being active, focusing positve, establishing social contacts, maintaining a positive self-image, justifying the own situation, supressing problems, finding support in religion and defending against discrimination.  The results offer ideas for the social work with refugees as well as starting ponits for subsequent studies.

Keywords: coping strategies, male refugees, Grounded Theory, intercultural interview technique


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Copyrighthinweis: Polyloge auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

© FPI-Publikationen, Verlag Petzold + Sieper Hückeswagen.

www.fpi-publikation.de/polyloge

Redaktion:
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper
Fritz Perls Institut
Wefelsen 5, 42499 Hückeswagen
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Beispiel: Petzold, H.G. (2002b): Zentrale Modelle und KERNKONZEPTE der „INTEGRATIVEN THERAPIE“. Düsseldorf/Hückeswagen. Bei www. FPI-Publikation.de/materialien.htm - POLYLOGE: Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit  -  03/2002.

 

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  Freitag, 18. August 2017
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