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14/2003 (2003d), Eichert H.-C.: Privatisierung sozialer Dienstleistungen und Supervision Drucken

Zusammenfassung:
In den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts ist es zu einem Paradigmenwechsel im Bereich der Erbringung sozialer Dienstleistungen gekommen ist. Dabei lassen sich die Auswirkungen der Aenderungen in den gesetzlichen Grundlagen insbesondere des Sozial- und Jugendhilfebereichs und des Altenpflegebereichs sowohl auf der Seite der Kosten- und Leistungsträger als auch auf der Seite der Leistungserbringer und Einrichtungsträger verfolgen.

Auf beiden Seiten ist eine starke Orientierung an Marktprinzipien zu erkennen, hier in Form des "Neuen Steuerungsmodells" dort in Form der "Flucht in Kapitalgesellschaften". Die zunehmende Umstellung auf merkatokratische Organisationsformen und die unkritische Uebernahme von Markt-, Produkt- und Kundenkonzepten verdecken jedoch, daß gerade die Marktkonzepte und ihr Versagen zu jener Krise geführt haben, in deren Folge die Kosten für Sozialleistungen stark gestiegen sind.

Durch die Privatisierung sozialer Dienstleistungen und deren Erbringung in Einrichtungen, deren Träger Privatfirmen, insbesondere Kapitalgesellschaften sind, entstehen vielfältige Konflikte zwischen Wirtschaftlichkeit und Fachlichkeit.

Sowohl für die Rahmenbedingungen als auch für die Inhalte von Supervision ist dieser Grundkonflikt von zentraler Bedeutung. Er dürfte sich in vielfältigen Themen wiederspiegeln. Kapitalgesellschaften sind nur sehr eingeschränkt im sozialen Bereich als Träger geeignet. Die Stärkung des Gewichts der Fachlichkeit ist daher auch im Rahmen von Supervision sehr wichtig.

Summary:
In the nineties of the 20.th century it came to a paradigm shift in the performance of social services. There are effects of the changes in legal foundations of public welfare on social welfare departments as well as on organizations of welfare work.
On both sides there is a strong orientation in market principles, here in the form of the "New Management Model" there in form of the "escape in capital companies". The increasing reorganization in "mercatocratic forms of organizations" and the uncritical acceptance of market-, product- and customer-concepts masks the failure of market-concepts, which caused high welfare-costs. Because of the privatisation of social services and their performance in capital companies there emerge manifold conflicts between efficiency and social professionalism.
Both for the general conditions and for the topics of supervision this conflict has primary importance. It might be reflected on manifold supervision-subjects. Capital companies are only restricted able to manage welfare work. The empowerment of professionalism matters also in supervision.

Key words: privatisation of social services, efficiency-professionalism-conflict, welfare work, forms of organization, capital-companies

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2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Jörg Bürmann, Universität Mainz
Prof. Dr. phil. Wolfgang Ebert, Dipl.-Sup., Dipl. Päd., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Dipl.-Sup. Jürgen Lemke, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Prof. Dr. phil. Michael Märtens, Dipl.-Psych., Fachhochschule Frankfurt a.M.
Univ.-Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Dipl.-Psych. Universität Kassel
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Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Prov. Dr. phil. Brigitte Schigl, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Uni. Krems
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