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16/2011, Fleischer Ansgar: Supervisionsziel Empowerment - Empowerment der Mitarbeiter durch… Drucken

Supervision
Theorie – Praxis – Forschung, Eine interdisziplinäre Internet-Zeitschrift
(peer reviewed)

 

 

Ausgabe 16/2011

Supervisionsziel Empowerment - Empowerment der Mitarbeiter durch Übergabe von Expertenmacht - Ein Projekt in einer Altenpflegeeinrichtung

Ansgar Fleischer

 

Zusammenfassung: Supervisionsziel Empowerment - Empowerment der Mitarbeiter durch Übergabe von Expertenmacht Ein Projekt in einer Altenpflegeeinrichtung
Die Arbeit setzt sich in einem ersten, theoretischen Teil in "transversalen Passagen zwischen Zeit- und Kulturfeldern" mit den Kerngedanken des Empowerment-Konzeptes auseinander. Es wird eine Brücke geschlagen von der Pädagogik der Unterdrückten, die Paulo Freire in den 1960 er und 1970 er Jahren in Nordostbrasilien theoretisch und praktisch entwickelt hat, zu aktuellen Diskussionen in der Sozialarbeit und zum Empowermentkonzept der Integrativen Therapie .
In einem zweiten, praktischen Teil wird ein Projekt in der Altenpflege vorgestellt und reflektiert, bei dem versucht wurde, das „Expertenwissen“ des Supervisors in einigen Bereichen an die Wohnbereichsleiter/innen einer Altenpflegeeinrichtung weiterzugeben und so einen Aspekt von Empowerment zu realisieren: die Übergabe von Expertenmacht. Der Zuwachs an Souveränität bei den Leiter/innen sollte diese gleichzeitig dazu befähigen eigene Macht zu delegieren und dadurch ein Empowerment der Mitarbeiter/innen zu ermöglichen.
Der Erfolg des Projektes wird mit Hilfe bestimmter Merkmale von Empowerment, die Herriger definiert hat, überprüft.
Da die Ziele von Empowermentprozessen von dem Machtverständnis der Beteiligten abhängen, werden im ersten Teil der Arbeit Machtvorstellungen verschiedener Autoren auf ihren anthropologischen und ethischen Hintergrund hin überprüft.
Anschließend werden verschiedene Ebenen der Wirksamkeit beschrieben, auf denen Empowerment entwickelt werden kann.
In einem eigenen Kapitel wird auf Möglichkeiten der Willensschulung eingegangen, die eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Empowerment darstellt.
Im zweiten Teil der Arbeit wird ein Projekt beschrieben, bei dem die „Übernahme supervisorischer Expertenmacht“ durch Wohnbereichsleiter/innen und Mitarbeiter angestrebt wurde. Möglichkeiten der Konfliktmoderation und Gesprächsführung, die bisher in der Hand des Supervisors lagen, wurden von Wohnbereichsleitungen trainiert. Die Gestaltung und Moderation von Teamsitzungen wurde in Mentoringprozessen eingeübt. Der Zuwachs an eigener Souveränität sollte die Wohnbereichsleiter/innen unabhängiger von supervisorischer Unterstützung machen. Sie sollten befähig werden, eigene Macht zu delegieren und den Stärken und Ressourcen der Mitarbeiter mehr Raum zu geben.

Schlüsselwörter: Empowerment, Übergabe von Expertenmacht, Willensschulung, Paulo Freire, Pädagogik der Unterdrückten, Befreiungsphilosophie


Summary: Empowerment as a Supervisory Objective. Empowering employees by giving them the authority of experts. A project in a care home for the elderly
In the first, theoretical section of this paper, the core principles behind the concept of empowerment are explored in "transversal passages between temporal and cultural spaces". Associations are created between the "Pedagogy of the Oppressed", developed in theory and practice by Paulo Freire during the 1960s and 1970s in North-East Brazil, and current debate in social work as well as the concept of empowerment in integrated therapy.
In the second, practically-focussed part of the work, attention turns to a project on care for the elderly, in which attempts are made to pass on the “expert knowledge” possessed by supervisors in certain sectors to the employees of a care home for the elderly, thus putting one aspect of empowerment into practice: the transfer of expert authority. As a result the increase in the sovereignty of managers should allow them to delegate their own authority and enable the empowerment of employees. The success of the project is examined using the specific features of empowerment defined by Herriger.
As the objectives of empowerment processes depend on how those involved understand power, the first part of the paper also examines the ideas of power and authority held by various authors based on their anthropological and ethical background.
Finally, a description is given of different impact levels at which empowerment can be developed.
One chapter is also devoted to the possibilities presented by training self-will, which is an important prerequisite for developing empowerment.
The second part of the paper investigates a project where the ultimate goal is for residential care managers and their employees to “take over the supervisory authority of experts”. Residential care managers were trained in ways of resolving disputes and leading discussions that were previously the sole domain of supervisors. Skills in how to structure and moderate team meetings were practised in mentoring processes. The increase in their own sovereignty was intended to give residential care managers independence from supervisory support, as well as provide them with the tools to delegate their own authority and provide more freedom for the strengths and resources offered by employees.

Keywords: Empowerment, transfer of expert authority, self-will training, Paulo Freire, pedagogy of the oppressed, philosophy of liberation.

 

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2001 gegründet und herausgegeben von:
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Prof. Dr. phil. Wolfgang Ebert, Dipl.-Sup., Dipl. Päd., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Dipl.-Sup. Jürgen Lemke, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
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Prof. Dr. phil. Michael Märtens, Dipl.-Psych., Fachhochschule Frankfurt a.M.
Univ.-Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Dipl.-Psych. Universität Kassel
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. (emer.) Alexander Rauber, Hochschule für Sozialarbeit, Bern
Ireen Ruud, MSc., Høgskolen i Buskerud, Norwegen
Prov. Dr. phil. Brigitte Schigl, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Uni. Krems
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Dr. phil. Ingeborg Tutzer, Bozen, Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit

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