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19/2003, Eichert H.-C.: Ohnmacht und Supervision. Drucken

Zusammenfassung:
Diese Arbeit befasst sich mit dem Entstehen und der Wirkung von Ohnmacht. Vor dem Hintergrund verschiedener sozialpsychologischer Machttheorien und -ansätze sowie vor dem Hintergrund kontroll-, stress und ressourcentheoretischer Ansätze wird ein transaktionales Modell der Entstehung und Bewältigung von Ohnmacht entwickelt, in dem die Wahrnehmungs- und Bewertungprozesse von ohnmachtsrelevanten Situationen, Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten im Mittelpunkt stehen.
Diese theoretischen Ueberlegungen werden auf des Feld psychosozialer Arbeit übertragen, wobei Macht und Ohnmachtsaspekte verschiedener Ebenen von der politischen Ebene bis hin zur PatientenInnenebene nachgezeichnet werden. Die genaue Analyse von Machtstrukturen über alle Systemebenen hinweg muss in der Supervision der Ausgangspunkt aller weiteren Ueberlegungen sein.
Ob Bewältigung i.S. von Bemächtigung oder Bewältigung i.S. von Einsicht in reale Ohnmacht im Einzelfall als supervisorische Strategie zum Tragen kommt, ist abhängig von den realen und subjektiv wahrgenommenen Strukturen, Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten von SupervisandInnen und hat Auswirkungen auf alle Systemebenen. Dabei ist nicht zuletzt der Einfluß des/r SupervosorsIn selbst von Bedeutung, denn sein/ihr Verhältnis zum Thema Macht bzw. zu Ohnmacht hat i.S. von Expertenmacht wesentliche Auswirkungen auf die Behandlung des Themas in Supervisionssituationen.

Summary:
This article is concerned with the genesis and the effects of powerlessness. Based on several social-psychological power-theories and -approaches and based on control-, stress- and resource-theories, a transactional model of genesis and coverage of powerlessness is developped, in which processes of subjective perception and valuation of relevant situations, resources and coping abilities are central. These theoretic reflections are transferred to the field of social and welfare work.
Thereby aspects of power and powerlessness in several levels (from political level as to the patients level) are reproduced. The exact analysis of power-structures in all system-levels has to be the starting-point for all further considerations. If coping in sense of empowerment or coping in sense of realization of real powerlessness effects as a supervisory strategie in the individual case, depends on the real and subjective perceived structures, resources and coping-abilities of supervisands and has effects on all system levels.
Not at last the supervisors influence is significant, because his relation to power an powerlessness has in sense of expert-power important effects to the treatment of this subject in supervision.


Key words: powerlessness, power, coping, supervision

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Copyrighthinweis: Supervision auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Jörg Bürmann, Universität Mainz
Prof. Dr. phil. Wolfgang Ebert, Dipl.-Sup., Dipl. Päd., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Dipl.-Sup. Jürgen Lemke, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Robert Masten, Department of Psychology, Faculty of Arts, University of Ljubljana, Slovenia
Prof. Dr. phil. Michael Märtens, Dipl.-Psych., Fachhochschule Frankfurt a.M.
Univ.-Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Dipl.-Psych. Universität Kassel
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. (emer.) Alexander Rauber, Hochschule für Sozialarbeit, Bern
Ireen Ruud, MSc., Høgskolen i Buskerud, Norwegen
Prov. Dr. phil. Brigitte Schigl, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Uni. Krems
Univ.-Prof. Dr. phil. Wilfried Schley, Universität Zürich
Dr. phil. Ingeborg Tutzer, Bozen, Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit

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Redaktion:

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Fritz Perls Institut
Wefelsen 5, 42499 Hückeswagen
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