08/2015, Scholler Helga: Die Entwicklung supervisorischer Ethik in der Integrativen Theorie -

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“


Ausgabe 08/2015

Die Entwicklung supervisorischer Ethik in der Integrativen Theorie - dargestellt an Werken von Hilarion G. Petzold

Helga Scholler, Euratsfeld



Zusammenfassung: Die Entwicklung supervisorischer Ethik in der Integrativen Theorie, dargestellt an Werken von Hilarion G. Petzold
Integrative Theorie ist ein therapeutisches und humanwissenschaftliches Konzept, das aus verschiedenen Therapierichtungen und philosophischen Erkenntnissen weiterentwickelt wurde. Sie findet in Therapie, Supervision und Beratung Anwendung und sieht sich einerseits als sozialwissenschaftliche Disziplin und anderseits als philosophisch fundierte und politisch engagierte Interventionsdisziplin. Die polyloge Betrachtungsweise, jenseits von „Denkschulen“, dockt an Theorien an und führt diese synthetisierend  Weise weiter. In dieser Arbeit werden Referenzphilosophen der Integrativen Theorie vorgestellt. Ein Teil der Arbeit bezieht sich auf die Werke Petzolds „Was uns am Herzen liegt in der Integrativen Therapie und in der therapeutischen Seelsorge“ und „Vernetzendes Denken“. Aus diesen wurden Leitkonzepte für die supervisorische Arbeit erstellt. Eine Beschreibung des Ethikverständnisses in der Integrativen Theorie und eine fallweise Gegenüberstellung mit buddhistischen Grundsätzen runden das Thema ab. Den Abschluss bilden Erkenntnisse, handlungsleitende Prinzipien und daraus abgeleitete Schlussfolgerungen, Perspektiven und Defizienzen.

Schlüsselworte: Mehrperspektivität, Menschenwürde/Integrität, Identität, Potential- und Ressourcenorientierung


Summary: The Development of Supervisory Ethics in the Theory of the Integrative Approach as Elaborated in the Writings of Hilarion G. Petzold
Integrative theory is a concept from therapeutics and humane sciences which has been developed out of different types of therapy and philosophical insights. It is applied in therapy, supervision and consultation. On the one hand it is regarded as a discipline of social sciences, on the other hand as politically engaged area of intervention. The polylogue view, beyond any school of thought, docks on to different theories and is developing  them in a synthetic way. In this work philosophers of the integrative theory are introduced. Part of the work refers to Petzold`s studies “Was uns am Herzen liegt in der Integrativen Therapie und in der therapeutischen Seelsorge” und “Vernetzendes Denken”. Based on these two texts guiding concepts for supervision have been developed. A description of ethical aspects in integrative theory and a comparison with Buddhist ethical concepts completes this chapter. Insights, main principles and conclusions, perspectives and deficiencies derived from them are presented.

Keywords: Multiple perspectives, human dignity/integrity, identity, potential-oriented, resources orientation, conviviality



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