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EDITION DONAU-UNIVERSITÄT KREMS
INTEGRATIVE THERAPIE
Zeitschrift für vergleichende Psychotherapie und Methodenintegration
Aus Heft 2002, 1 Themenschwerpunkt: Integrative Therapie in der klinischen Praxis Seite 5 – 26

Muss ich essen? Ein Integrativer Ansatz zur stationären Behandlung bei anorektischen Reaktionen unterschiedlicher Genese

Barbara Bräutigam
 

Zusammenfassung: Muss ich essen? Ein Integrativer Ansatz zur stationären Behandlung bei anorektischen Reaktionen unterschiedlicher Genese
Diese Arbeit beschäftigt sich mit einem Integrativen stationären Behandlungskonzept für Anorexiepatienten. Im theoretischen ersten Teil werden Diagnose, epidemiologische Daten, Ätiologie und unterschiedliche psychotherapeutische Ansätze beschrieben. Psychodynamische, verhaltenstherapeutische und systemische Konzepte werden einander gegenübergestellt und die Relevanz des spezifischen auf Entwicklungsförderung ausgerichteten Ansatzes der Integrativen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie hervorgehoben. Im zweiten, praxis­orientierten Teil wird zunächst das stationäre Behandlungskonzept der psychosomatischen Station der Lübecker Kinderklinik beschrieben, auf der die Autorin zwei Jahre psychotherapeutisch tätig war. Des Weiteren werden drei Kasuistiken von Anorexiepatientinnen mit höchst heterogenem Verlauf sowie unterschiedlichen Pathogenesen dargestellt. Bei den Kasuistiken wird ein besonderer Schwerpunkt auf die spezifische prozessuale, drei­gliedrige Diagnostik der Integrativen Therapie und eine genaue Abwägung von protektiven und Risikofaktoren gelegt. Die Arbeit schließt mit der Bewertung der integrativ therapeutischen Vorgehensweisen bei den beschriebenen Patientinnen und der Hervorhebung der symbolischen Funktion der Symptomatik ab.

Schlüsselwörter: Anorexie, Schutz- und Risikofaktoren, Integrative Therapie

Summary: Ought to Eat? An Integrative Approach for the In-Patient Treatment of Anorexia with diverse Genesis
This article discusses an Integrative in-patient treatment concept for anorexia patients. The theoretical part describes diagnosis, epidemiological data, aetiology and different psychotherapeutic approaches. Psychodynamic, behavioural and systemic concepts are compared and the specific concept of Integrative Psychotherapy (IT) for Children and Juveniles based on developmental support/encouragement is shown to be highly relevant. The practical part describes the in-patient treatment concept of the psychosomatic department of the Children’s Clinic in Lübeck, Germany; where the author worked for two years as a psychotherapist. Also, three anorexia case studies with diverse courses and origins are presented. The case studies place special emphasis on the IT-specific process-oriented, three-pillared diagnosis and on exact assessment of protective and risk factors. The article closes with an evaluation of the integrative therapeutic procedure with the patients in question and stresses the function of the symptoms.

Keywords: anorexia, protective and risk faktors, integrative therapy

 

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IT-2002-1-braeutigam-muss-ich-essen-integrativer-ansatz-stationaer-anorektische-reaktionen [9.7 MB]

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