EDITION DONAU-UNIVERSITÄT KREMS
INTEGRATIVE THERAPIE
Zeitschrift für vergleichende Psychotherapie und Methodenintegration
Aus Heft 2003, 3-4 Themenschwerpunkt: Sándor Ferenczi
Seite 316 – 329
Die Wege der Leidenschaft
Die Beziehung zwischen Freud und Ferenczi
Eva Brabant-Gerö, Paris
Zusammenfassung: Die Wege der Leidenschaft – Die Beziehung zwischen Freud und Ferenczi
Nach einer anfänglich einträchtigen Beziehung zwischen Freud und Ferenczi bekommt beider Interessensgemeinschaft einen ersten Riss, der durch den Verlauf der Lehranalyse Ferenczis und durch die vielgestaltigen Verstrickungen zwischen Freud, Ferenczi und Gizella und Elma Pálos zusehends vertieft wird. Zur Klärung dieser Verflechtungen beginnt Ferenczi in seinen letzten Lebensjahren mit einer Selbstanalyse, durch die er befähigt wird, an seiner Lehranalyse im Besonderen und an der Psychoanalyse im Allgemeinen Kritik zu üben, wodurch er zu einem vertieften Verständnis der psychoanalytischen Praxis, der psychoanalytischen Traumatheorie und der „Sprachverwirrung zwischen den Erwachsenen und dem Kinde“ gelangt.
Schlüsselwörter:
Psychoanalyse des Sándor Ferenczi, Beziehung zwischen Freud und Ferenczi, Selbstanalyse des Sándor Ferenczi
Summary: Pathways of Passion. The Relationship between Freud and Ferenczi
The initially harmonious relationship between Freud and Ferenczi suffers a first ripping, that deepens in the process of the analysis of Ferenczi, under the multifarious entanglements between Freud, Ferenczi and Gizella and Elma Pálos. For the clarification of these interlacements, Ferenczi begins a self-analysis in the last years of his life. By this, he was enabled to criticise his own analysis with Freud, and generally the psychoanalysis as it seif. He deepens his understanding of the practice, the theory of trauma, and the „Entanglement in speech between the adult and the child“.
Keywords:
Psychoanalysis of Sándor Ferenczi, relationship between Freud and Ferenczi, self-analysis of Sándor Ferenczi
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