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08/2006, Petzold H.G.(upd.v.2002c): Polyloge: die Dialogzentrierung in der Psychotherapie über… Drucken

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für psychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“

 

Ausgabe 08/2006

POLYLOGE: Die Dialogzentrierung in der Psychotherapie überschreiten – eine Sicht Integrativer Therapie und klinischer Philosophie

Hilarion G. Petzold, Düsseldorf/Amsterdam/Paris (upd. von 2002c),

 

Psychotherapie überschreiten - Perspektiven „Integrativer Therapie“ und „klinischer Philosophie“.


Zusammenfassung:
 Der Beitrag stellt aus der Sicht einer „klinischen Philosophie“ und „Integrativer Therapie“ das vom Autor entwickelte Konzept des „Polyloges“ als einer „vielstimmigen und vielseitigen Rede“ (Bakhtin) in und zwischen Menschen vor. Polylog soll die dyadisch orientierte „Dialogik“ (z.B. der Tendenz nach bei Buber), wie sie die Psychotherapie kennzeichnet – die Dyadik bei Freud, Jung, Perls, Rogers usw. – überwinden hin zu einem „Du, Ich, Wir in Kontext und Kontinuum“ (so die anthropologische Formel der “Integrativen Therapie“, hin zu sozialen Netzwerken, Konvois, sozialen Welten des gemeinsamen Denkens, Fühlens, Wollens und Handelns anstatt nur bei dyadischen therapeutischen Beziehungen zu verblieben.

Das Polylogmodell wird evolutionstheoretisch begründet: Sprache enstand bei den frühen Hominiden, wenn sie interagierend „im Kreis“ ums Feuer saßen. Es wird neurowissenschaftlich hergeleitet: polylogisierendes Korrespondieren förderte die Entwicklung von Spiegelneuronen und damit Imitations- und Empathieleistungen -, sprachtheoretisch abgestützt: Polyloge führen zu „Interlokutionen“, vielfältigen Sprechakten. Von dort wird die Idee polylogisiender Wissenschaft, inter- und trandisziplinärer Diskurse entwickelt, die Erkenntnisfortschritte möglich macht. Polylog wird als Grundlage gesehen für eine wahrhaft interdisziplinäre Psychotherapie, für den notwendigen parrhesiastischen, d.h. offen sprechenden Diskurs (Foucault) der psychotherapeutischen Richtungen, aber auch für eine integere therapeutische Praxis, denn „patient dignity“, Respekt vor seiner „Andersheit“ (Levinas) kann nur durch eine offene, wertschätzende Polylogik gewonnen und gewährleistet werden.

Summary:
 From the point of view of „clinical philosophy“ and „Integrative Therapy“ the article presents the con-cept of „polylogue“ as developped by the author: a multivoiced, multidirected speech (Bakhtin) within and between human beeings. Polylogue aims to overcome dyadical oriented „dialogics“ (e.g. Buber), as it is specific for psychotherapy – the dyadics in Freud, Jung, Perls, Rogers etc. – reaching for a „Thou, I, We in context and continuum“ (this is the anthropological formula of „Integrative Therapy“), for social networks, convoys, for social worlds of thinking, feeling, volition, acting instead of only dyadic therapeutic relationships.

The model of polylogue is grounded in evolutionary reasoning: language emerged with the early hominids when sitting interacting „in a cirlce“ arround the fire. It is derived from views in neurosciences: polylogical corresponding fostered the development of mirror neurons and along with this the emergence of imitation and empathy. Linguistic reasoning affirms: Polylogues led to the development of „interlocutions“, multiple speech acts. From there the idea of a „polylogue of sciences“ engaged in interdiciplinary and transdisciplinary discour-se is developed which can booster the progress of knowledge. Polylogue is seen as the basis of a truely interdiciplinarily oríented psychotherapy. It seems inevitable for a parrhesiastic, i. e. truethful discourse (Foucault) of the psychotherapeutic orientations, and a practice of psychotherapy focusing on „patient dignity“ with respect for his „otherness“ (Levinas) can only be reached and maintained by an open and appreaciating polylogics.


Keywords: Polylogue, clinical philosophy, integrative therapy, evolutionary psychology, therapeutic relationship, interdisciplinarity
 

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Copyrighthinweis: Polyloge auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

© FPI-Publikationen, Verlag Petzold + Sieper Hückeswagen.

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Redaktion:
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Wefelsen 5, 42499 Hückeswagen
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