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13/2004, Rüegger Hansjörg: Zur Integration pädagogischer und therapeutischer Interventionen Drucken
in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Menschen mit geistiger Behinderung.

Zusammenfassung:
In der Begleitung und Förderung von Menschen mit geistiger Behinderung stellen Verhaltensauffälligkeiten (oder Verhaltensstörungen) ein ernsthaftes Problem dar. Unter Verhaltensauffälligkeiten verstehen wir sozial störende Verhaltensweisen (Fremdaggressionen, selbstverletzendes Verhalten, Stereotypien etc.) von geistig behinderten Menschen, welche über lange Zeit immer wieder vorkommen. Diese Verhaltensprobleme belasten die Beziehungen der Betroffenen zu deren Bezugspersonen. Ein normalisiertes und sozial integriertes Leben der Betroffenen kann dadurch erheblich gefährdet werden.
Auf dem Hintergrund der Integrativen Therapie werden in der vorliegenden Arbeit Diagnostik und Behandlung von verhaltensauffälligen Menschen mit geistiger Behinderung besprochen.
In der Integrativen Diagnostik betrachten wir einen konkreten Menschen in seinem Lebenslauf und in seinem Lebenskontext. Dabei achten wir auf anhaltende und besondere Belastungen wie auch auf vorhandene Ressourcen.
Bei den Behandlungsansätzen werden pädagogische und psychologisch-therapeutische Ueberlegungen angestellt.

Behandlungsschwerpunkte sind:
- Die Ausgestaltung angemessener institutioneller Rahmenbedingungen
- Gezielte Aktivierung von Ressourcen
- Intersubjektive wertschätzende Beziehungsgestaltung
- Entwicklungsförderung im Alltag
- Strukturierung des Umfeldes (zeitlich, räumlich, personell)
- Symptomzentrierte pädagogische Interventionsformen
- Weitere Behandlungsansätze (Beratung und Fortbildung, Psychotherapie, psychiatrische Behandlung)

Summary:
When accompanying or supporting people who are mentally handicapped, abnormal behaviour or behavioral disorders represent a serious problem. As abnormal behaviour we mean socially disruptive conduct (aggression towards others, self-injury, stereotypies) among the mentally handicapped, which reoccurs over a longer period of time. These behavioural problems put a strain on the relationsships of those concerned with their social contacts. A normal, socially-integrated life can thereby be significantly endangered for those concerned.
Against a background of integrative therapy this paper deals with the diagnostics and therapy of behavioural disorders of the mentally handicapped.
In integrative diagnostics we consider a specific person in the course of his/her life and context. In doing so, we take note of continual and special pressures as well as of existing resources.
Pedagogical and psychological therapeutic considerations are taken into account for treatment approaches.

The main emphasis of treatment includes:
- The provision of an appropriate institutional framework
- Purposeful activation of resources
- Intersubjective, appreciative relationship formation
- Fostering development in daily routine
- Structuring the environment (time, space, personnel)
- Symptom-centered pedagogic forms of intervention
- Further treatment approaches (consultation and training, psychotherapy, psychiatric treatment)

Keywords: Mental retardation, behavioural disorders, integrative therapy

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Copyrighthinweis: Polyloge auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:

Dr. med. Dietrich Eck, Dipl.-Psych., Hamburg, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Liliana Igrić, Universität Zagreb
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Nitza Katz-Bernstein, Universität Dortmund
Univ.-Prof. Dr. med. (emer.) Anton Leitner, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems
Dipl.-Päd. Bruno Metzmacher, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
PD Dr. Sylvie Petitjean, Universität  Basel 
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, M.A., Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Universität Krems, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Institut St. Denis, Paris, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen

© FPI-Publikationen, Verlag Petzold + Sieper Hückeswagen.

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Redaktion:
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