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Michaelis Klaus: Zur Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien, 05.2005 Drucken
Zur Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien aus Sicht der Integrativen Therapie.

Zusammenfassung:
Bei der Betrachtung der Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien aus Sicht der Integrativen Therapie stehen bei dieser Arbeit neben einer allgemeinen Hinführung zwei Aspekte im Vordergrund.
Zum einen wird die auffällige Rollenentwicklung dieser Kinder durch das Konstrukt des Narrativs verstehbar gemacht. Narrative sind handlungsleitende Lebenssätze, die aus der persönlichen Entwicklungsgeschichte entstehen und die Orientierung und Identität im weiteren Lebensverlauf gestalten. Bei Kindern aus suchtbelasteten Familien unterliegen diese Narrative in ihrer Entstehung ungünstigeren Bedingungen und werden stärker fixiert. Eine spätere Veränderung der Narrative entsprechend veränderten Lebensbedingungen ist erschwert. An zwei Fallbeispielen wird diese Entwicklung exemplarisch dargestellt.
Der zweite Aspekt betrifft die für die Integrative Therapie kennzeichnende Beachtung von Ressourcen, salutogenen Faktoren, und Resilienz bei der Entwicklung von Kindern aus suchtbelasteten Lebenszusammenhängen. Auf Basis einer Klinischen Entwicklungspsychologie wird ein Transmissionsmodell erstellt, das sowohl Risikofaktoren als auch salutogene Faktoren einer Kindheit mit suchtkranken Eltern erfasst. Dieses Modell wird inhaltlich gefüllt mit vorliegenden Untersuchungsergebnissen, die für internale und externale Moderatorvariablen zur Pathogenese und Salutogenese zu diesem Personenkreis bereits zahlreich vorliegen. Es entsteht damit ein für die Integrative Therapie typisches umfassendes Bild zur Entwicklung von erhöhtem Risiko zur Ausbildung einer eigenen Suchterkrankung als Kind eines suchtkranken Elternteils als auch von Entwicklung eigener Resilienz trotz der widrigen Umstände im Elternhaus. Diese umfassende Sichtweise hat Auswirkungen auf Diagnostik, Prävention und Therapie in der Jugendarbeit und in der Suchtarbeit.

Summary:
Two aspects of the situation of children in families with addicted parent(s) are in the foregrownd of this article.
On one hand the Integrative Therapy offers with the construct of the Narrative a senseful and distinct explanation and description for the typical extreme role overtaking of those children. They develop more one-sided Narratives, because this way identity grows. Nevertheless they fix their Narratives stronger. Two case-examples elucidate this.
Secondly, as characteristical for the Integrative Therapy, with the view of a clinical developmental psychology the salutery genesis and resilience will be considered which can occur as well in a childhood with addicted parents. A corresponding model of transmission takes into consideration hithero existing according outcomes of investigations to risk and protective factors of these children.

Keywords: medical-professional rehabilitation for handicapped people, social networks, healing factors, coping, Integrative therapy

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Herausgegeben durch den Prüfungsausschuss der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold
Prof. Dr. päd. Waldemar Schuch, MA
Prof. Dr. phil. Johanna Sieper

© FPI-Publikationen, Verlag Petzold + Sieper Hückeswagen.

Redaktion: Prof. Dr. phil. Johanna Sieper, Fritz Perls Institut, Wefelsen 5, 42499 Hückeswagen e-mail: Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können  

 

 

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