04/2016, Hesselmann Ute: Entwicklung und Realisierung eines Projektes mit Patienten im Rahmen

Supervision
Theorie – Praxis – Forschung, Eine interdisziplinäre Internet-Zeitschrift
(peer reviewed)


Ausgabe 04/2016

Entwicklung und Realisierung eines Projektes mit Patienten im Rahmen einer erst vor kurzem veränderten Krankenhaushierarchie


Ute Hesselmann, Düsseldorf



Zusammenfassung: Entwicklung und Realisierung eines Projektes mit Patienten im Rahmen einer erst vor kurzem veränderten Krankenhaushierarchie
Im vorliegenden Supervisionsprozess wird ein Projekt supervisorisch begleitet, das als ein gemeinsames Projekt zweier zu einer GmbH zusammengeschlossenen Krankenhäuser installiert werden sollte. Beschrieben wird die entstandene Dynamik, als eine Patientin mit einer Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typ aus dem Projekt ausgeschlossen wird. Der Supervisionsprozess beginnt, nachdem sich bei der Umsetzung dieser Entscheidung von Geschäftsführung, Pflegedienstleitung und Teamleitung zwischen der Oberärztin und der Supervisantin ein Konflikt entwickelt. Es wird die These aufgestellt und theoretisch begründet, dass die Patientin mit der Persönlichkeitsstörung auf strukturelle Unklarheiten innerhalb der Organisationsstruktur der GmbH und auf unberücksichtigte alltagsrelevante Krankenhaushierarchien hinweist, was den Aspekt der Vertrauensarbeit unter derartigen Bedingungen von Zusammenlegungen bedeutsam werden lässt.

Schlüsselwörter: veränderte Krankenhausstrukturen und -hierarchien, dynamische Auswirkungen, Notwendigkeit von Vertrauensarbeit innerhalb von Organisationsstrukturen


Summary: Development and realization of a project with patients within a recently modified hospital hierarchy
In the present supervision process a project is supervisory supported that was supposed to be installed as a joint project of two hospitals that had been merged into a Ltd.
The resultant dynamism is described when a patient with a personality disorder such as borderline is excluded from the project. The supervision process starts after the realization of this decision of the executive management, the care service management and the team management and is accompanied by a conflict between the (female) senior physician and the (female) supervisor. It has been put forward the hypothesis and made theoretically plausible that the patient with the personality disorder points out the structural lack of clarity within the organizational structure of the Ltd as well as the unconsidered relevant everyday life hospital hierarchy. This makes the idea of confidential work under these consolidation circumstances important.
 
Keywords: changed organization of two hospitals, resultant dynamism, need of confidential work in the organizational structur

 

Zum Download: