30/2017, Enders D.: Vorannahmen und Psychopathologisierungen - Arbeit mit Schmerzpatienten

POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit
Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“


Ausgabe 30/2017

Zum Problem der Vorannahmen und Psychopathologisierungen in der Arbeit
mit Schmerzpatienten


Diana Enders



Zusammenfassung: Zum Problem der Vorannahmen und Psychopathologisierungen in der Arbeit mit Schmerzpatienten
Ausgehend von der Frage, wovon die Lebenssituation von Patienten mit chronischen Schmerzen gekennzeichnet ist, werden unter Einbezug des Konzeptes des Informierten Leibes als ein Kernkonzept der Integrativen Therapie die Vorannahmen und die Psychopathologisierungen, denen die Patienten ausgesetzt sind, sowie die Idee der Schmerzbewältigung kritisch beleuchtet und als Behinderung im therapeutischen Prozess angesehen. Der hohe Stellenwert der Arbeit an der persönlichen Souveränität und das Bewussthalten, dass ein vollständiges Verstehen des anderen im therapeutischen Prozess unerreichbar ist, werden herausgearbeitet.

Schlüsselwörter: chronischer Schmerz, Schmerzpatienten, Schmerzbewältigung, informierter Leib, Souveränität


Summary: On the problem of presumptions and psychopathologizations in the work with pain patients
Starting from the question of what is the life situation of patients with chronic pain, including the concept of the informed body as a core concept of Integrative Therapy, the presuppositions and psychopathologizations to which the patients are exposed, as well as the idea of pain management are critically examined regarded as a disability in the therapeutic process. The high value of work on personal sovereignty and the awareness that a complete understanding of the other in the therapeutic process is unattainable are highlighted.

Keywords: chronic pain, pain patients, pain management, informed body, sovereignty



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