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05/2007, Orth, Siegele, Petzold: Die Wirkung von Supervision in psychiatrischen Tageskliniken Drucken


SUPERVISION: Theorie – Praxis – Forschung

Ausgabe 05/2007

Die Wirkung von Supervision in psychiatrischen Tageskliniken

Susanne Orth, Erkrath, Frank Siegele, Hannover*, Hilarion G. Petzold, Düsseldorf/Amsterdam** 


Zusammenfassung
Das Ziel dieser retrospektiven Studie war eine Evaluierung von Supervision in psychiatrischen Tageskliniken. Wir fragten multidiziplinäre Teams (Pflegepersonal, ÄrztInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen) in acht psychiatrischen Tageskliniken in Deutschland nach erwünschten und unerwünschten Wirkungen von Supervision innerhalb der letzten sechs Monate. Bei einer Rücklaufquote von 69% antworteten insgesamt 115 Personen. 43% der Befragten sahen einen hohen Nutzen in ihrer Supervision, 43% beurteilten mit „mittlerem Nutzen“, 12% mit „geringem“ und 2% mit „gar keinem“ Nutzen. Insgesamt 9% der Befragten berichteten von negativen Erfahrungen im Rahmen der der Supervision. Die KlinikmitarbeiterInnen gaben außerdem ein signifikant höheres Risiko durch Supervision für sich selbst, als für ihre Patienten an (44% versus 34%; p < 0.001). Die Ergebnisse dieser Studie bestätigen im Wesentlichen vorangegangene Untersuchungen im Bereich der Psychiatrie (Gottfried, Petitjean, Petzold 2003; Petitjean, 2005) und Gerontologie (Müller, Petzold, Schreiter-Gasser 2005; Knaus, Petzold, Müller 2005). Bei einer Methodologie, die wie die Supervision vornehmlich als Instrument und Maßnahme der Qualitätssicherung und Verbesserung eingesetzt wird, ist ein „mittlerer Nutzen“ von 43% ein nicht akzeptables Ergebnis. Die Studie zeigt einmal mehr, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Effektivität von Supervision in der Psychiatrie  und anderen institutionellen Feldern zu verbessern.

Schlüsselwörter: Klinische Supervision, Supervisionsforschung, Supervision in der Psychiatrie, Effekte von Supervision, Felerkundung in Psychiatrischen Tageskliniken


Abstract
The objective of this retrospective study was to evaluate the effectiveness of team supervision, and patient-centered supervision, which is very popular in the German parts in Europe, in psychiatric outpatient units. We investigated the perceived benefits and the 'side effects' of supervision within the past 6 months. Multidisciplinary staffs (nurses, doctors, counselors, psychologists, social workers) were surveyed in eight German psychiatric outpatient clinics. A total sample of 115 persons answered a semi-structured questionnaire. The response rate was 69 percent. 43 percent of the clinical staffs found supervision very effective, 43 percent scored middle effects, 12 percent a low level of effectiveness and 2 percent no effects. A total of 9 percent reported negative experiences in at least one supervision session within the past six months. Furthermore, clinical staffs perceived significantly higher risk through supervision for themselves, compared to patients’ risks (44% versus 34%; p < 0.001). The results of this study support previous findings from previous studies (Gottfried et al., 2003; Petitjean, 2005). For a methodology as supervision that is mainly used to promote quality a “medium effectivity” is an unacceptable result. It shows that further efforts must be undertaken to enhance effectiveness of provided supervision in psychiatric outpatient clinics and other institutional fields.

Key words: Clinical supervision, supervision research, supervision in psychiatry, effects of supervision, field exploration in psychiatric day clinics

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Copyrighthinweis: Supervision auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Jörg Bürmann, Universität Mainz
Prof. Dr. phil. Wolfgang Ebert, Dipl.-Sup., Dipl. Päd., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Dipl.-Sup. Jürgen Lemke, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Robert Masten, Department of Psychology, Faculty of Arts, University of Ljubljana, Slovenia
Prof. Dr. phil. Michael Märtens, Dipl.-Psych., Fachhochschule Frankfurt a.M.
Univ.-Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Dipl.-Psych. Universität Kassel
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. (emer.) Alexander Rauber, Hochschule für Sozialarbeit, Bern
Ireen Ruud, MSc., Høgskolen i Buskerud, Norwegen
Prov. Dr. phil. Brigitte Schigl, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Uni. Krems
Univ.-Prof. Dr. phil. Wilfried Schley, Universität Zürich
Dr. phil. Ingeborg Tutzer, Bozen, Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit

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