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09/2016, Wünsche F.: Kindeswohlgefährdung im Kontext Supervision in der Jugendhilfe in Deutschland Drucken

Supervision
Theorie – Praxis – Forschung, Eine interdisziplinäre Internet-Zeitschrift
(peer reviewed)


Ausgabe 09/2016

Kindeswohlgefährdung im Kontext Supervision in der Jugendhilfe in Deutschland

  
Frank Wünsche, Leipzig



Zusammenfassung: Kindeswohlgefährdung im Kontext Supervision in der Jugendhilfe in Deutschland
Im ersten Abschnitt wird auf die aktuelle Situation der Jugendhilfe eingegangen und die Supervision als ein Instrument der Qualitätssicherung in der Jugendhilfe dargestellt. Nach der Thematisierung historischer und gesetzlicher Entwicklungen des Themas Kindeswohlgefährdung, international und in Deutschland, werden die gesetzlichen Grundlagen und Verfahrensabläufe bei einer möglichen Kindeswohlgefährdung dargestellt. Gesondert werden die gesetzlichen Grundlagen und Aufgaben der Jugendhilfe bei Inobhutnahme unbegleiteter minderjähriger Ausländer dargestellt. Das Modell der mehrperspektivischen Supervision von Hilarion Petzold wurde für den Themenkomplex Kindeswohlgefährdung spezifiziert.
Die Masterthese geht der Frage nach, ob und wie Kindeswohlgefährdung Gegenstand von Supervision in der Jugendhilfe ist. Die Thematisierung Kindeswohlgefährdung in Supervisionen der Jugendhilfe ist gegeben (60% der SupervisandInnen brachten diesbezügliche Fälle ein, 100% der SupervisorInnen bearbeiteten diese). Etwa die Hälfte der SupervisandInnen konnten die „Insoweit erfahrene Fachkraft §8a“ nicht benennen, die Hälfte der SupervisorInnen fragen, nach der Existenz dieser Funktion im Träger. Verschwiegenheit über Themen in der Supervision wird zum großen Teil benannt. Die Zustimmung der in Supervision vorgestellten Personen bzw. deren rechtliche Vertreter werden nur durch 1/5 der SupervisandInnen eingeholt, ebenfalls 1/5 der SupervisorInnen fragen dies explizit nach. Der Nutzen von Supervision im Kontext Kindeswohlgefährdung wird von den SupervisandInnen zu 25% als hoch eingeschätzt, die SupervisorInnen schätzen dies zwischen 60%-90% hoch ein. Die SupervisorInnen schätzen die eigene Fachkompetenz zu 60%-70% hoch ein. Die Zuschreibung der Feldkompetenz der SupervisorInnen durch die SupervisandInnen wird von 40% hoch bewertet.
Die SupervisorInnen schätzen ihre Feldkompetenz zwischen 70% - 80% als hoch ein.

Schlüsselwörter: Supervision, Kindeswohlgefährdung, Supervisionswirkung, Jugendhilfe, unbegleitete minderjährige Ausländer, SGB VIII


Summary: Child Endagerment in Youth Wellfare Service in Germany as the Context of Supervision
The first section describes the current situation of youth welfare and represents the supervision as an instrument of quality assurance. After theming historical and legal development of the topic child endangerment, internationally as well as specified on Germany, legal basics and procedural processes in case of a possible child endangerment situation will be described. The legal background and the duties of the public youthrelated welfare system taking care of unattended underage foreigners will be seperately focused on.  The idea of multiperspective supervision after Hilarion Petzold has been specified to the topic of child endangerment.
This master thesis asks if and how child endangerment situations are topic to supervision in the system of youthrelated welfare. The theming of child endangerment situations at supervisions of youthrelated welfare is given (60% of the supervisees put cases in, 100% of the supervisors worked on it). Approximately half of the supervisees couln`t name the „Insoweit erfahrene Fachkraft §8a“, also about half of the supervisors ask for the existence of this position at the organization. Discretion on topics of supervisions is widely mentioned. The agreement of the persons or their legal representatives that are introduced in supervisions is taken by supervisees just in 1/5 of the cases, as well just 1/5 of the supervisors ask for it. 25% of the supervisees estimate the benefit of supervision in the context of child endangerment as high as well as 60%–90% of the supervisors.  60%–70% of the supervisors classify their own competence as high. 40% of the supervisees value the field competence of the supervisors as high. Between 70% – 80% of the supervisors classify their own field competence as high.

Keywords: Supervision, Child Endagerment, Youth Wellfare Service, Unaccompanied Foreign Minors, Integrative Supervisory Intervention



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Copyrighthinweis: Supervision auf www.FPI-Publikation.de

2001 gegründet und herausgegeben von:
Univ.-Prof. Dr. mult. Hilarion G. Petzold, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen, Donau-Universität Krems, Institut St. Denis, Paris, emer. Freie Universität Amsterdam

In Verbindung mit:
Univ.-Prof. Dr. phil. (emer.) Jörg Bürmann, Universität Mainz
Prof. Dr. phil. Wolfgang Ebert, Dipl.-Sup., Dipl. Päd., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Dipl.-Sup. Jürgen Lemke, Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. Robert Masten, Department of Psychology, Faculty of Arts, University of Ljubljana, Slovenia
Prof. Dr. phil. Michael Märtens, Dipl.-Psych., Fachhochschule Frankfurt a.M.
Univ.-Prof. Dr. phil. Heidi Möller, Dipl.-Psych. Universität Kassel
Lic. phil. Lotti Müller, MSc., Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, Stiftung Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Rorschach
Dipl.-Sup. Ilse Orth, MSc., Europäische Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Hückeswagen
Prof. Dr. phil. (emer.) Alexander Rauber, Hochschule für Sozialarbeit, Bern
Ireen Ruud, MSc., Høgskolen i Buskerud, Norwegen
Prov. Dr. phil. Brigitte Schigl, Department für Psychotherapie und Biopsychosoziale Gesundheit, Donau-Uni. Krems
Univ.-Prof. Dr. phil. Wilfried Schley, Universität Zürich
Dr. phil. Ingeborg Tutzer, Bozen, Stiftung Europäische Akademie für psychosoziale Gesundheit

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