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POLYLOGE
Materialien aus der Europäischen Akademie für biopsychosoziale Gesundheit, Naturtherapien und Kreativitätsförderung – Eine Internetzeitschrift für „Integrative Therapie“

Ausgabe 08/2021

Spaltungen und mehr – Über Ursachen von Spaltungsphänomenen in den Psychotherapieschulen und was man anders machen könnte (2008k/2021)

Hilarion G. Petzold, Düsseldorf, Amsterdam
interviewt von Ulrich Sollmann

 

Zusammenfassung: Spaltungen und mehr – Über Ursachen von Spaltungsphänomenen in den Psychotherapieschulen und was man anders machen könnte
Der vorliegende Text ist ein Interview, das Ulrich Sollmann für das „Psychotherapie Forum“ mit Prof. Petzold führte zum Thema von „Auseinanderbrechen“ und „Spaltungen“ im Feld der Psychotherapie – ein leider häufiges Phänomen. Nach Petzold haben sie oft mit ideologischen Hegemonialansprüchen zu tun, den Geltungsbehauptungen von „Schulengründern“ und ihren Jüngern. Eine quasi sektenhafte Haltung und Orientierung an Glaubenssystemen, statt einer naturwissenschaftlichen, an Forschung orientierten Position, ist ein weiterer Grund. Anhand von Beispielen aus der Geschichte der Psychotherapie wird das aufgezeigt. Oft ist es eine eine Überschätzung der eigenen Positionen oder es sind auch ökonomische Gründe und Machtansprüche, ja schiere Machtgier von einzelnen persönlichkeitsgestörten Kollegen – und die sind leider nicht so selten – oder Vorteilsname von Interessengruppen, die zu Spaltungen führen. Man muss das leider so benennen. Das ernsthafte Bemühen um gute Kollegialität, eine selbstkritische Haltung den eigenen Ideologien gegenüber und eine nüchterne, jedoch auch durchaus kritische Forschungsorientierung, werden neben anderem als Hilfen gegen Spaltungsphänomene aufgezeigt.

Schlüsselwörter: Psychotherapieschulen, Spaltungen in den Schulen, Ideologische Machtansprüche, Überschätzung eigener Konzepte, mangelnde Kollegialität

 

Summary: Divisions and More – About causes and what could be done differently
The present text is an interview that Ulrich Sollmann conducted for the “ Psychotherapie Forum ” with Prof. Petzold on the subject of “divisions” and „splits“ in the field of psychotherapy – unfortunately a common phenomenon. According to Petzold, they often have to do with ideological hegemonic claims, the validity claims of “school founders” and their disciples. A quasi sectarian attitude and orientation towards belief systems, instead of a scientific, research-oriented position, is another reason. This is demonstrated using examples from the history of psychotherapy. Often it is an overestimation of one’s own positions or there are also economic reasons and claims to power, even the greed for power of individual psychotherapist colleagues with personality disorders – and they are not that rare – or taking advantage of interest groups that lead to divisions. Unfortunately, you have to name it that way. The ernest endeavor to promote good collegiality, a self-critical attitude towards one’s own ideologies and a sober, but also quite critical research orientation are emphasized among other things as remedy against division phenomena.

Keywords: psychotherapy schools, divisions in schools, ideological claims to power, overestimation of one’s own concepts, lack of collegiality

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