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Polyloge 06/2024

„Hochaltrigkeit und Lebenskunst“ – Longinos und Longinas – Menschen über 80, lebendig und aktiv

Hilarion G.Petzold  (2015g/2024)

Vortrag in „Forum: Zukunft. Alter 2015“ der Diakonie in Feldkirchen am 22. Oktober 2015

 

Zusammenfassung: Hochaltrigkeit und Lebenskunst – Longinos und Longinas Menschen über 80, lebendig und aktiv (2015g/2024)
Hochaltrigkeit, „80 plus“, ist eine Lebensphase, in die heute immer mehr Menschen eintreten können – hinlänglich rüstig, mit ordentlicher Gesundheit, lebendig und kreativ am Leben teilnehmend, durchaus auch noch aktiv in beruflichen Arbeitsprozessen, weil sie es wollen, in Freizeitaktivitäten, Ehrenämtern usw. stehend. Das moderne Medizin- und Gesundheitssystem, die immer noch guten Lebensverhältnisse machen das in den mitteleuropäischen Ländern möglich. Ich habe mich seit den 1960er Jahren professionell mit hochaltrigen Menschen befasst (Petzold 1965) – mein Leben lang. Jetzt im März 2024 bin ich 80 Jahre geworden, bin selbst „hochaltrig“ geworden. Ich stelle deshalb hier einen Vortrag ein, den ich vor Jahren (ders. 2015g) in einem Projekt gehalten habe, das ich mit Peter Harz (gleichfalls hochaltrig und vielfältig aktiv) initiiert habe: „Longinos und Longinas“, langlebige Menschen, die in auch in Hochaltrigkeit ihr Leben als „gestaltete persönliche Lebenskunst“ leben – zukunftsorientiert, für gute Zukunft engagiert, über die Hier-und-Jetzt-Ideologien hinaus, so die Ausrichtung der Integrativen Therapie und Kulturarbeit. Ich hatte mir diesen Vortrag unlängst wieder angehört. Ja, ich stehe noch voll hinter meinen damaligen Ausführungen. Mein Leben gestalte ich noch immer als zu verwirklichende Lebenskunst, mit etwas weniger Spannkraft und einigen „Altersbeschwerden“, wie man so sagt, aber mit vielen Aktivitäten in Therapie, Supervision, Kulturarbeit, Eco-Care für eine „gute Zukunft“ in riskanten Zeiten (Petzold 2006n) trotz düsterer Wolken am Horizont (ders. et al. 2022). Aber deshalb: „Und dennoch, ja gerade jetzt!“ gilt es für das Leben zu arbeiten aus Freude am Lebendigen, an der Natur und aus Liebe für das Leben.

Schlüsselwörter: Hochaltrigkeit, Lebenskunst, Engagement für das Leben, Zukunftsorientierung, Integrative Therapie


Summary: Very old age and the art of living – Longinos and Longinas people over 80, alive and active (2015g/2024)
Very old age, “80 plus”, is a phase of life that more and more people can enter today – sufficiently vigorous, in good health, participating lively and creatively in life, and still involved in some professional work, because they want it, in leisure activities, voluntary work, etc. The modern medical and health system and the still good living conditions make this possible in Central European countries. I have been working professionally with very old people since the 1960s (Petzold 1965) – all my life. Now in March 2024 I will be 80 years old and have become “very old” myself. I am therefore posting a lecture here that I gave years ago (id. 2015g) in a project that I initiated with Peter Harz (also very old and active in a variety of ways): “Longinos and Longinas”, long-lived people who are living their lives in old age as a “designed personal art of living” – future-oriented, committed to a good future, going beyond the here-and-now ideologies, as it is the orientation of integrative therapy and cultural work. I recently listened to this lecture again. Yes, I still fully support what I said back then. I still shape my life as an art of living to be realized, with a little less elasticity and some “age problems”, as they say, but with many activities in therapy, supervision, cultural work, eco-care for a “good future” in risky times (Petzold 2006n) despite gloomy clouds on the horizon (id. et al. 2022). But that’s why: „And yet, right now!“ it is important to work for life out of joy in life, and in nature and out of love for life.

Keywords: very old age, art of living, commitment to life, future orientation, integrative therapy

Petzold, H.G. (1965): Géragogie – nouvelle approche de l’éducation pour la vieillesse et dans la vieillesse. Publications de L’Institut St. Denis 1, 1-19; https://www.fpi-publikation.de/downloads/?doc=textarchiv-petzold_petzold-1965-gragogie-nouvelle-approche-de-lducation-pour-la-vieillesse-et-dans-la-vieillesse.pdf.

 Petzold, H.G. (2006m/2019): „Mit einer unsicheren Zukunft leben lernen“. Vortrag Hospitalhof. Tonträger 230905. Stuttgart: Evangelisches Bildungswerk. Jetzt Einstellung in Polyloge Jg. 2019. https://www.fpi-publikation.de/polyloge/15-2019-petzold-h-g-2006m-2019-mit-einer-unsicheren-zukunft-leben-lernen-vortrag/

Petzold, H. G., Sieper, J., Mathias-Wiedemann, U. (2022): Aktuelle Positionen und neue „bio-psycho-sozial-ökologische“ Perspektiven der „Integrativen Therapie“ zu Ökologie, Politik, Bioökonomie, Psychotherapie und Kulturarbeit von 1965 – 1972 -1982 bis 2022. EAG-Forschungsmanuskript, Hückeswagen. Polyloge 15/2022, https://www.fpi-publikation.de/gruene-texte/15-2022-petzold-h-g-sieper-j-mathias-w-u-transversale-reflexionen-ueber-multiple-entfremdungen-in-einer-prekaeren-moderne-bio-psycho-sozio-oekologische/


Über diesen Link können Sie den Vortrag
„Hochaltrigkeit und Lebenskunst“ – Longinos und Longinas – Menschen über 80, lebendig und aktiv hören:
Hinweis: Die Begrüßung am Anfang wurde leider nicht vollständig aufgenommen, deshalb startet die Audio-Datei mitten im Satz von Frau Dr. Paschke –

https://www.dropbox.com/s/nwaa8gpnbfq5wi0/Hochaltrigkeit%20%26%20Lebenskunst.mp3?dl=0 [extern]

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